Brandschutz beim Bauen mit Holz

Funktionserhalt nach DIN 4102 Teil 12 an Holzbauteilen sicherstellen

(Foto: www.obo.de)

Immer mehr Bauprojekte werden mit Holz realisiert, denn der Baustoff ist nachhaltig, sauber und wesentlich leichter als andere Stoffe wie zum Beispiel Stahlbeton. Neben diesen Vorteilen besteht jedoch ein gewaltiger Nachteil: Holz ist brennbar. So erscheint es zunächst paradox, mit Holz auch brandschutztechnisch anspruchsvolle Gebäude zu realisieren. Mit Holz bauen und trotzdem für bestmöglichen Brandschutz sorgen ist nach Auskunft der Spezialisten von OBO Bettermann GmbH & Co. KG aus Menden tatsächlich möglich.

Insbesondere in öffentlichen Gebäuden wie Schulen oder Einkaufszentren muss ein sicherer Brandschutz gewährleistet sein: Um eine Evakuierung im Brandfall zu ermöglichen, müssen Fluchtwege sicher begehbar bleiben und technische Einrichtungen wie Brandmeldesysteme, Rauchabzugsanlagen oder Notbeleuchtungen weiter funktionieren. Um diese Anforderungen zu erfüllen, dient die DIN 4102 Teil 12 als Basis.

Unter Einhaltung bestimmter Punkte kann ein Funktionserhalt nach DIN 4102 Teil 12 auch in Gebäuden aus Holz sichergestellt werden. OBO-Brandschutz-Experte Stephan Fobbe erklärt gegenüber Medienvertretern: „Der Baustoff Holz hilft uns hier mit einer besonderen Eigenschaft quasi von selbst: Wenn Holz brennt, bildet sich an der Oberfläche eine Holzkohleschicht, die das darunter liegende Holz schützt. Unter Berücksichtigung der Abbrandrate und anderer Faktoren können wir ermitteln, wieviel nichtverbrannter Restquerschnitt im Holzbauteil verbleibt“. Unter Kenntnis dieser Fakten ist es dann nach Herstellerangaben anscheinend problemlos möglich, Sicherheitskabel-anlagen in Holzbauten zu montieren.

Zur Befestigung dient eine speziell für die Verbindung in Holz zugelassene Schraube, die über einen Verwendbarkeitsnachweis in Form einer Europäisch Technischen Bewertung (ETA) verfügt. Initiiert von OBO Bettermann und in Zusammenarbeit mit einem unabhängigen Ingenieurbüro ist eine gutachterliche Stellungnahme entstanden, die alle relevanten Maßnahmen für die sichere Befestigung an Holzbauteilen beschreibt und bewertet. Darin finden Interessierte auch Angaben zur erforderlichen Feuerwiderstandsklasse sowie detaillierte Anlagenzeichnungen mit den individuellen Installationsprinzipien. So muss das Holzbauteil, an dem Kabelanlagen für den Funktionserhalt befestigt werden sollen, aus Massivholz oder Vollholz bestehen. Des Weiteren muss ein rechnerischer Nachweis für den grundsätzlichen Gebrauchszustand vorliegen. Und nicht zuletzt muss eine sogenannte „Heißbemessung“ für eine Feuerwiderstandsdauer bei einer Brandbeanspruchung nach ETK vorliegen. Gut zu wissen in diesem Zusammenhang: Das Gutachten zur Befestigung an Holz und weitere Zertifikate zum Thema Brandschutz können kostenlos auf www.obo.de heruntergeladen werden.

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